Woran du nach deinem Studium denken musst

Eben noch Ersti und verwirrt auf dem Campus unterwegs, jetzt schon Absolvent*in und fertig mit dem Studium – so schnell kann’s manchmal gehen! Und dann?

Dann folgt eine Frage nach der anderen: Studiere ich weiter? Gehe ich arbeiten? Wie bewerbe ich mich erfolgreich? Wo bewerbe ich mich? Ziehe ich in meine Heimatstadt zurück oder bleibe ich in meiner Unistadt? Wohne ich erstmal noch in meiner WG? Oder bei meinen Eltern? Suche ich mir eine eigene Wohnung? Und, wie bin ich jetzt überhaupt versichert?


Ein wenig überwältigend, nicht wahr?

Auch bei mir war es nicht anders: Gerade fing ich noch im Oktober 2016 mit meinem Studium an – jetzt gehöre ich nach drei Jahren offiziell zum Club der Alumnis und arbeite nun fest bei der ÖSA im Marketing. (Wir stellen uns an dieser Stelle einfach mal kurz ein paar bunte Konfetti-Kanonen vor! 😛 )

Was alles kurz nach der Freude über mein erfolgreich abgeschlossenes Studium und der Zusage der ÖSA auf mich zukam, konnte ich allerdings nur dunkel erahnen.

Als Student*in bist du bis zu deinem 25. Lebensjahr bei den meisten Versicherungen noch über deine Eltern mitversichert. Welche Versicherungen das im Einzelnen sind und was du bezüglich eines Nebenjobs beachten musst, kannst du hier nachlesen. Auch Azubis genießen diesen Vorteil. Mit dem Eintritt ins Berufsleben ist diese Regelung allerdings „vorbei“ – du musst dich nun selbst versichern. Und so war ich ab dem Zeitpunkt meiner Exmatrikulation plötzlich in keiner einzigen Familienversicherung mehr mitversichert.

Da ging der „Behördengang“ auch schon los. Gott sei Dank halfen mir meine Kolleg*innen bei Fragen weiter. Den Vorteil, Kolleg*innen zu haben, die eine Expertise im Umgang mit Versicherungen aufweisen, hat allerdings nicht jeder. Und genau deswegen schreibe ich heute diesen Beitrag. Denn nach wie vor bleiben folgende Fragen bestehen: Welche Versicherungen muss ich ändern lassen? Und welche Versicherungen brauche ich überhaupt?


Deine Krankenversicherung

Starten wir einfach mal mit der wichtigsten Versicherung zuerst: Deiner Krankenversicherung. Als Student*in hast du zahlreiche Optionen, wie du dich krankenversichern kannst – die am häufigsten gewählte Versicherungsform ist allerdings die der Familienversicherung. Wie oben schon erwähnt, fällt diese nach deinem Abschluss weg.

Daher ist es wichtig, deine Krankenversicherung nach deinem Studium von einer Familienversicherung in eine Einzelversicherung umstellen zu lassen. Viele Krankenkassen sind online schon super aufgestellt, sodass du die Änderung deines Versicherungsstandes mit einem Klick angeben kannst. Sollte deine Krankenkasse im WWW noch nicht so agil sein, funktioniert ein Anruf oder eine Mail genauso gut.


Deine Familienversicherungen

Höchstwahrscheinlich werden deine Eltern einige Familienversicherungen besitzen, in denen du seit Kindestagen mitversichert bist. Dazu gehören typischerweise die Familien-Haftpflichtversicherung, Familien-Hausratversicherung und Familien-Unfallversicherung. Musst du nach deinem Abschluss jetzt jeden deiner Familienversicherungs-Verträge für dich einzeln aufsetzen lassen?

Das kommt ganz darauf an, welche Vorgaben und Vereinbarungen in der jeweiligen Police vermerkt sind – bei einigen wenigen Versicherungen darfst du bis zu einer bestimmten Altersgrenze im Familienvertrag integriert bleiben. Zu 99,9 Prozent der Fälle musst du dich jedoch eigens versichern. Grundsätzlich bist du dann aber nicht dazu verpflichtet, sofort jede mögliche Versicherung abzuschließen. Für den Anfang reichen erst einmal die wichtigsten Versicherungen.


Jetzt fragst du dich sicherlich: Und was sind die wichtigsten Versicherungen?

Für den Anfang kann ich dir folgende Versicherungen ans Herz legen:

1.) Die private Haftpflichtversicherung (PHV)

Verursachst du einen Schaden bei einer anderen Person, sei es physisch oder materiell – Standardbeispiel: du stößt aus Versehen den Laptop deines Freundes oder deiner Freundin vom Tisch, sodass er geht zu Bruch geht – musst du für diesen aufkommen. Eine PHV schützt dich vor den immensen Kosten, die dabei entstehen können.

2.) Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Was wäre, wenn…? Berufsunfähigkeit ist häufig noch ein Tabu-Thema. Aber je früher du dich damit beschäftigst, desto besser und umso kostengünstiger. Warum gerade eine BU so wichtig ist, habe ich hier nochmal kurz und knapp für dich zusammengefasst.

3.) Die Hausratversicherung

Richtest du deine (erste) eigene Wohnung ein, hat dein Hausrat (das heißt: Möbel, Waschmaschine und Co.) einen gewissen Wert. Kommt es zu einem Wasserschaden oder es wird bei dir eingebrochen, kann es schon mal teuer werden, diesen Wert zu ersetzen. Mit einer Hausratversicherung bist du für solche Fälle abgesichert. Selbst dein Fahrrad kannst du mitversichern lassen.


… Aber!

Und jetzt kommt ein großes „Aber“:

Welche Versicherungen du für dich persönlich benötigst, hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Unter anderem von deinem Lebensstil, wo und als was du arbeitest, welche Hobbys du hast, und, und, und. Daher ist es wichtig, diese Dinge mit einem persönlichen Berater zu besprechen. Wenn du vorab aber schon mal testen möchtest, welche Versicherungen zu dir und deinem Leben passen, dann kannst du hier einen unverbindlichen Check-Up-Test machen.


Deine Altersvorsorge

Auch wichtig: Deine private Altersvorsorge. Momentan bin ich ebenfalls am Debattieren, welche Form der Altersvorsorge für mich am besten ist – denn wie ich gehört habe, kann man nie früh genug damit beginnen. Aber dazu ein andern Mal mehr…


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