Wenn der Frost Wasserrohre platzen lässt

Noch lässt der erste große Frost auf sich warten. Doch der Winter steht vor der Tür und in den Nächten rutscht das Thermometer immer wieder unter die Null-Grad-Grenze. Schon wenige Tage „richtige“ Kälte können dazu führen, dass Wasserleitungsrohre einfrieren und platzen.

Bei der ÖSA werden etwa 60 Prozent aller Schäden an Wohngebäuden durch defekte oder geplatzte Wasserleitungen verursacht. Ein erheblicher Teil davon sind Frostschäden.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) in Kiel weist auf Risiken und Schwachstellen hin: Vor allem leerstehende oder zeitweise ungenutzte Gebäude sind in der kalten Jahreszeit gefährdet. Fährt die Familie einige Tage in den Winterurlaub, kann schon die fehlende Beheizung der Wohnung während dieser Zeit dazu führen, dass Leitungen – in denen tagelang das Wasser steht – einfrieren und platzen.

Zum Problem kann ebenso werden, wenn beim Dachausbau neue größere Fenster eingebaut werden oder wenn das nach Auszug des Nachwuchses verwaiste Kinderzimmer die meiste Zeit unbeheizt bleibt.

Sogar eine verbesserte Wärmedämmung am Haus kann zur Folge haben, dass Leitungen einfrieren, die vorher durch Abwärme aus der Umgebung geschützt waren. Eine Wärmeisolierung der Wasserrohre allein genügt in diesen Bereichen nicht, weil sie das Auskühlen nur verlangsamt, aber nicht verhindert. Generell sollten Wasser führende Leitungen nicht in frostgefährdeten Bereichen liegen. Lässt sich das nicht verhindern, könnte eine Rohrbegleitheizung vor dem möglichen Schaden schützen.

Die Schadenforscher des IFS haben einen interaktiven Frageboden entwickelt, der hilft, frostgefährdete Installationsteile in Gebäuden zu identifizieren. Der IFS-Wintercheck ist ein kostenloser Service für Immobilienbesitzer: www.ifs-ev.org/wintercheck.

Foto: IFS