Warum ich als Studentin eine Berufsunfähigkeitsversicherung habe

Oft möchte man es nicht wahrhaben, aber wir werden alle älter. Und da inzwischen das Renteneintrittsalter auf 67 angestiegen ist, ist es besonders wichtig, seine Arbeitskraft abzusichern. Denn mit dem Alter steigt ja bekanntlich die Anfälligkeit für Erkrankungen. Und mit Erkrankungen kann oft die Berufsunfähigkeit folgen.

Aber was erzähle ich denn da? Berufsunfähigkeit?!

Leider ist das Thema Berufsunfähigkeit immer noch ein großes Tabu. So sind sich die meisten sicher, dass sie bis 67 problemlos arbeiten können und werden. In der Realität sieht es aber leider meist ganz anders aus. Dann könnte eine Berufsunfähigkeitsversicherung (auch BU genannt) lebensrettend sein. Denn was passiert eigentlich, wenn ich einen Unfall habe und nicht mehr oder nur eingeschränkt arbeiten kann? Wer zahlt dann für mich?

Die traurige Wahrheit: der Staat schon mal nicht. Oder zumindest geringfügig. Oft wird nur eine kleine Erwerbsminderungsrente bereitgestellt, welche aber nicht in jedem Fall gestattet wird, an mehrere Bedingungen geknüpft ist und von welcher noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge abgezogen werden. Am Ende reicht die Rente – wenn stattgegeben – trotzdem meist nicht aus, um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Grund genug, eine BU abzuschließen.

Auch ich als Studentin habe eine. Die kürzeste Erklärung dafür ist folgende: Sicherheit.

In einer meiner ersten Vorlesungen wurden meine Kommilitonen und ich darauf hingewiesen, dass wir uns als angehende JournalistInnen auf freiberufliche Tätigkeiten einstellen sollten. Als ich mich mit meinen Kolleginnen darüber unterhielt, schrillten bei Ihnen die Alarmglocken. „Dann solltest du lieber eine BU abschließen. Gerade als Freiberufler bist du allein von dir selbst und deiner Arbeitskraft abhängig. Es kann so viel passieren. Und jetzt als Studentin ist es noch günstig.“ Zuerst war ich etwas sprachlos. Ich und Berufsunfähigkeit? Darüber hatte ich mir bisher noch nie Gedanken gemacht, schließlich war ich doch noch jung! Aber trotzdem wirkte der Denkanstoß.

Einige Tage später erzählte mir eine Freundin vom Arbeitsunfall ihres Vaters, als ich sie auf das Thema BU ansprach. Ihr Vater könne seit seiner Verletzung zwar noch arbeiten, aber musste komplett das Berufsfeld wechseln – was nicht nur große finanzielle Veränderungen mit sich brachte. Eine BU hatte er nicht. Was er, so wie sie erzählte, bis heute zutiefst bereute.

Von den Geschichten und Ratschlägen angespornt, recherchierte ich also und sprach mit einem unserer Mitarbeiter aus dem Kundendienstcenter. Er erklärte mir, wieso gerade jetzt der Abschluss einer BU Sinn machte. Denn vor allem als Student oder Azubi kann man unheimlich viel sparen und gut für später vorsorgen, da die Beiträge geringer angesetzt sind. Beim Abschluss kann man dann ohne Probleme in die nächste Berufsklasse wechseln. Dazu kommt die Sicherheit des Rentenerhalts. Die Rente bekommt man nämlich immer, sei es Berufsunfähigkeit durch Unfall, Nerven-, Herz- oder anderen Erkrankungen – anders als bei der „Staats-Lotterie“.

Am Ende war ich überzeugt: Ich möchte definitiv eine BU. Für mich war es der richtige Weg. Und bis heute bin ich super zufrieden.

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