Urlaub machen – ganz ohne Stress

Kurz vor dem Urlaub nehmen Arbeitsumfang und Zeitdruck im Job häufig zu. Auch die Vorbereitung auf die Ferienreise kann stressig sein. Wenn dann zu Beginn des Urlaubs die ganze Anspannung abfällt, werden viele Menschen krank. Dieser Effekt lässt sich als so genanntes Open-Window-Phänomen beschreiben: Bei Stress läuft das körpereigene Immunsystem auf Hochtouren, die Zahl der für die Immunabwehr zuständigen Killerzellen und Lymphozyten steigt zunächst an. Sobald die Erholung einsetzt, fällt ihre Anzahl jedoch steil unter das normale Niveau. Die Immunabwehr ist dann extrem geschwächt und Krankheitserreger werden nicht mehr abgewehrt. Gerade in den ersten Urlaubstagen kommt es bei Betroffenen häufig zu Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Erkältungssymptomen und Müdigkeit.

Langfristig und frühzeitig mit der Urlaubsplanung beginnen, kann stressabbauend sein und sogar Teil des Vergnügens werden. Auch die Anreise sollte bereits als Teil des Urlaubs betrachtet und stressfrei gestaltet werden. Grundsätzlich ist ein gewisses Maß an Gelassenheit sinnvoll.

Körper und Seele müssen auf die arbeitsfreien Wochen vorbereitet werden. Für Urlauber empfiehlt es sich demnach, zwischen Arbeitsende und Erholung ein bis zwei Tage einzuplanen, um den Übergang fließend gestalten zu können.

Doch auch im Urlaub stellt sich mitunter die erhoffte Entspannung nicht ein: Streit mit dem Partner oder in der Familie, enge Hotelzimmer und unerfüllte Erwartungen machen Erholung unmöglich. Außerdem können körperliche Belastungen wie Jetlag und Klimawechsel in den ersten Tagen für Erschöpfung, Kreislaufprobleme oder Verdauungsstörungen sorgen. Eine ständige Erreichbarkeit etwa durch Handy schadet ebenfalls. Urlaub heißt sich etwas zu leisten, wofür sonst nie Zeit ist: lesen, spazieren gehen, gemütlich essen.

Der Urlaub könnte zur Chance werden,  Veränderungsstrategien für den Alltag einzuholen. Wer im Urlaub Sport beginnt und ihn auch im Alltag fortsetzt, kann sein Erholungsreservoir immer wieder auffüllen. Wer seine Ernährungsgewohnheiten umstellt und dies zu Hause weiterführt, kann einen Teil zur Gesundheit beitragen. Wer im Urlaub mehr Zeit für Gespräche mit dem Partner findet, kann diese Phasen auch im Alltag einplanen. Wichtig im Urlaub ist, einen körperlichen Ausgleich zu schaffen. Sport kann beim Abschalten helfen; ebenso andere Tätigkeiten, die einen Gegenpol zur Arbeit bilden. Aber auch Faulenzen und soziale Aktivitäten spielen eine Rolle.

(Textquelle: UKV)

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