Tatort Internet

Einkaufen, Geld überweisen, im Internet surfen: Vieles findet heutzutage bequem online statt. Das birgt aber auch Gefahren. Denn wie im realen Leben gibt es auch im virtuellen Raum Diebe und Betrüger. In Deutschland werden jährlich mehr als 250.000 Internet-Straftaten gemeldet, für die Betroffenen oft mit einem finanziellen Schaden verbunden.

Das kann auf vielen Wegen geschehen. Unter den E-Mails, die täglich im Posteingang des Computers landen, können sich hinter vermeintlich seriösen Absendern auch Betrüger verbergen, die auf Datenfang gehen. Ein Link in der Nachricht kann zu einer manipulierten Website führen. Oder ein Datei-Anhang beinhaltet ein schädliches Programm, das beim Öffnen aktiviert wird. Oft sind diese Mails auf den ersten Blick nicht als betrügerisch zu erkennen. Man kann aber davon ausgehen, dass zum Beispiel die Sparkasse vertrauliche Daten nicht über E-Mail anfordert.

Finanzieller Schaden entsteht vor allem auch, wenn Passwörter ausgespäht werden. Die anonymen Täter können dann unter falscher Identität auf Online-Portalen einkaufen. Im Internet werden aber auch Persönlichkeitsrechte attackiert, etwa durch missbräuchliche Verbreitung privater Fotos über Facebook und Co. Oder eine Person wird Opfer von Cyber-Mobbing mit übler Nachrede und Verleumdung.

Immer mehr Versicherer bieten einen Schutz gegen solche vergleichsweise neuen Risiken an: Eine Cyberpolice greift zum einen bei Schäden, die dem Versicherten selbst durch Datendiebstahl und –missbrauch entstehen. Der Versicherungsschutz gilt aber zum anderen auch, wenn der Versicherte für Schäden bei Dritten haftet: Wenn er zum Beispiel unbeabsichtigt eine E-Mail mit einem Schadprogramm weiterleitet oder beim Herunterladen eines Fotos aus dem Internet Urheberrechte verletzt. Die neuen Cyberschutz-Produkte übertragen praktisch Hausrat-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung von der Wohnung in den virtuellen Raum.

Dennoch der Tipp: Bleiben Sie aufmerksam und vorsichtig im Umgang mit Internet, Smartphone und sozialen Medien.