Spaßfaktor mit hohem Risiko

Vor fast 30 Jahren, 1989, rollte im amerikanischen Science-Fiction-Film  „Zurück in die Zukunft II“ die Hauptfigur McFly auf einem selbstschwebenden Brett über die Leinwand: genannt Hoverboard. (to hover: in der Luft schweben) Den Film kennen wahrscheinlich die wenigsten  Kids und Jugendlichen, die heute auf einem  Hoverboard einen Riesenspaß haben. Es handelt sich um eine, einfach gesagt, Trittfläche ohne Lenkstange mit zwei seitlich angebrachten Rädern. Um das batteriebetriebene Fahrzeug zu lenken, muss der Fahrer sein Gewicht verlagern.

Aber darf man wie Filmheld McFly damit durch die Stadt düsen? Ganz klar: Nein.  Weil Hoverboards schneller als mit 6 Kilometer/Stunde unterwegs sind, gelten sie in Deutschland als Kraftfahrzeuge. Für eine Zulassung im öffentlichen Raum würden sie Bremsen, Licht, Rückspiegel und Klingel benötigen. Das haben sie nicht. Auch kein Kennzeichen und keinen Versicherungsschutz. Anders als für Segways hat der Gesetzgeber keine Ausnahme zugelassen.

Solange man mit dem Hoverboard auf privaten Grundstücken unterwegs ist, deckt die private Haftpflichtversicherung – ebenso wie beim Fahrrad – mögliche Schäden und Unfälle bei korrekter Nutzung ab. Wer sich dagegen mit seinem Rollbrett auf öffentliche Straßen, Parkwege oder in die Fußgängerzone begibt, hat keinen Versicherungsschutz.  Eine spezielle Versicherung wie für Auto oder Moped gibt es nicht.  Damit haftet der Hoverboard-Lenker, falls er zum Beispiel einen Passanten anfährt und verletzt, und muss den Schaden aus eigener Tasche bezahlen. Das kann teuer werden. Zudem wird er wegen Fahrens ohne Führerschein belangt und zahlt ein Bußgeld.

Segway-Fahrer können dagegen entspannt sein: Es ist Motorfahrrädern gleichgestellt und bekommt damit wie Mopeds, Mofas oder Elektrofahrräder eine Mopedversicherung und das entsprechende Versicherungskennzeichen.

Foto: privat