Social Distancing: Wie Sie auch jetzt Ihren Liebsten nahe sein können

Vor der derzeitigen Corona-Krise war es für uns das Normalste der Welt, unsere Liebsten regelmäßig zu sehen, zu hören und zu treffen. Nun steht eher das Social Distancing auf dem Plan: Gemeinsame Grill-Abende, ein Besuch bei den Großeltern oder einfach ein Zusammentreffen unter Freund*innen – das alles gehört aktuell in die Besenkammer verfrachtet. Denn zum Wohle unser aller Gesundheit muss jeder seine sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken.

 

Soziale Distanz überbrücken

Die physische Nähe, an die wir im Alltag so gewöhnt sind, ist nun auf das Geringste heruntergeschraubt. Doch das muss nicht bedeuten, dass auch die emotionale Nähe wegfallen muss.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie wir in Zeiten des Social Distancing weiterhin mit unseren Liebsten in Kontakt bleiben zu können. Ob Skype, Social Media oder Briefeschreiben – lesen Sie hier, welche sieben Aktivitäten wir zur Überbrückung der sozialen Distanz empfehlen können:

 

Regelmäßige Video-Treffen mit Familie und Freund*innen organisieren

Mithilfe von Video-Chat-Dienstleistern wie Skype und Zoom oder über die Videofunktion von WhatsApp können alltägliche Treffen ganz einfach digital gestaltet werden. Natürlich ersetzt ein virtuelles Treffen nicht die persönliche Nähe. Dennoch kann ein Skype-Abend eine schöne und vertraute Gelegenheit sein, seine Liebsten zu sehen und die Zeit der Selbstisolation mit dieser Form von persönlichem Kontakt zu überbrücken.

Verabreden Sie sich also mit Ihren Freund*innen und Ihrer Familie zu regelmäßigen digitalen Treffen. Das kann ein gemeinsames Abendbrot, ein Mal-Nachmittag mit den Enkel*innen oder auch einfach ein Gespräch über den Tag sein – die (digitalen) Türen stehen Ihnen offen.

 

Virtuelle Partys und Spieleabende veranstalten

Was gibt es Schöneres, als mit seinen Freund*innen einen gemeinsamen Spieleabend zu veranstalten? Im Social Distancing müssen Sie auch darauf nicht verzichten: Kostenlose Spiele-Plattformen helfen dabei. Versammeln Sie einfach Ihre Freund*innen bei Skype und legen Sie gemeinsam los. Mit Spielen wie Cards Against Humanity und Die Siedler von Catan oder einer Puzzle-Runde ist ein lustiger Abend gesichert.

Sie sind eher ein Party-Typ? Kein Problem. Inzwischen können Sie sogar digital kleine Partys feiern, zum Beispiel mit der kostenlosen App Houseparty. Dort können bis zu acht Personen zeitgleich miteinander videochatten. Auch kleine Quiz-Runden oder Activity-Spiele sind mit der App sind möglich.

 

Teil einer Facebook-Gruppe werden

In Zeiten der Selbstisolation seinem Hobby nachzugehen ist mitunter gar nicht so einfach: Viele von uns treffen sich regelmäßig im Fitness-Studio, sitzen beisammen im Häkel-Club oder gärtnern gemeinschaftlich. Durch Corona sind diese Aktivitäten erstmal auf Grundeis gelegt.

Was physisch gerade nicht möglich ist, lässt sich jedoch digital lösen: Mit dem Wunderwerk Facebook. Dort existieren viele spannende Gruppen, denen man sich anschließen kann, um sein Hobby auszuleben und neue Leute kennenzulernen.

Begeben Sie sich also auf die Suche nach Facebook-Gruppen, die das gleiche Hobby wie Sie verbindet. Haben Sie erstmal Anschluss gefunden, sind die Möglichkeiten endlos: Sei es ein gemeinsames Gruppen-Workout mit einem bereitgestellten Video eines Fitness-Coachs, ein Austausch von Tipps und Tricks bei der Autoreparatur oder schöne Unterhaltungen zu Koch- und Back-Rezepten – Facebook gibt uns die Möglichkeit, auch in Zeiten sozialer Distanz neue Kontakte zu knüpfen und bei gemeinsamen Themen zusammenzurücken.

 

Den Telefonmarathon wiederbeleben

Bevor es SMS, WhatsApp oder den Facebook-Messenger gab, spielte das „normale“ Telefonieren die erste Geige in unserem Leben. Inzwischen wird kaum noch telefoniert. Aber warum es dabei belassen?

Rufen Sie bei Ihren Liebsten an und gönnen Sie sich einen ausgedehnten Telefonmarathon. Eine vertraute Stimme zu hören und sich einfach mal über Gott und die Welt zu unterhalten nimmt einem die Einsamkeit und stärkt die emotionale Bindung zueinander.

P.S. Wenn Sie über WhatsApp telefonieren, brauchen Sie sich auch keine Sorgen über die Kosten Ihres kleinen oder großen Telefonmarathons zu machen – Anrufe laufen hier über Ihr WLAN.

 

Briefe und Grußkarten verschicken

Ebenso „out“ wie das Telefonieren ist auch das Schreiben von Briefen geworden. Doch auch hier sagen wir: Warum es dabei belassen? Ein Brief ist nicht nur für Empfänger*innen ein kleiner Lichtblick. Auch für Verfasser*innen kann das Schreiben eines Briefs beruhigend wirken.

Suchen Sie sich also Ihr schönstes Papier und Ihren Lieblingsstift, -füller oder -kuli heraus und lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf. Schreiben Sie über Ihren Tag, Ihre Gefühle oder wofür Sie dankbar sind auf – letztendlich müssen Sie den Brief auch nicht abschicken. Allein das bloße Formulieren von Ihren Gedanken kann schon helfen, Unsicherheit und Angst zu reduzieren.

Lassen Sie außerdem Ihre Kinder mitmachen: Nichts kann spannender sein, als den Großeltern ein selbstgemaltes Bild per Post zu schicken oder gar einen eigenen Brief an sie zu verfassen.

 

„Ich habe an dich gedacht“-Aktionen starten

Ein sentimentales Geschenk zu erhalten muntert jeden auf. Verschenken Sie deshalb eine kleine Freude an diejenigen aus Ihrem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis, die gerade jetzt eine kleine Aufmunterung oder gar Ablenkung brauchen. Das kann…

  • eine selbst aufgenommene Video-Botschaft von den Enkel*innen für die Großeltern sein, das über WhatsApp verschickt wird.
  • eine sentimentale (Post-)Karte sein, die mit einem eigenen Fotodruck gestaltet wurde.
  • ein spannendes Buch sein, von dem Sie glauben, dass es der anderen Person gefallen könnte.
  • ein kleines Care-Paket sein, das Sie zusammenstellen und vor die Tür Ihrer Liebsten stellen können.

 

Füreinander da sein

In Krisenzeiten ist es umso wichtiger, füreinander da zu sein. Werden Sie deshalb selbst aktiv, zum Beispiel mit einer eigenen Nachbarschaftshilfe. Hierfür haben wir eine kostenlose Vorlage für Sie erstellt, die Sie ganz einfach beschriften, ausdrucken und aushängen können.

Auch ein Lächeln ist in Zeiten wie diesen viel wert. Verschenken Sie also regelmäßig eins – oder sogar mehrere. Ob an die Bäckersfrau, die den Laden am Laufen hält, damit wir unsere Brötchen kaufen können, an die Kassiererin im Supermarkt, die uns schnell und freundlich abkassiert, oder an den Paketboten, der uns gewissenhaft unser Bestelltes nach Hause liefert. Teilen Sie Ihre Dankbarkeit für die kleinen Dinge.

 

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