Notruf-Assistent an Bord wird Pflicht

Zum Monatsende März wird das automatische Notrufsystem eCall zu einer europaweiten Pflichtausstattung im PKW. Autohersteller müssen es in alle neuen Modelle fest einbauen, die ab diesem Zeitpunkt eine europäische Typengenehmigung erhalten. eCall ist die Kurzform für emergency call, auf englisch Notruf.

Bei einem Unfall, den das System an der gemessenen Aufprallstärke erkennt, wird automatisch die europaweite Notrufnummer 112 angewählt und dabei werden die Koordinaten der Unfallstelle sowie Fahrtrichtung des PKW und Unfallzeitpunkt übermittelt. Gleichzeitig wird eine Sprechverbindung aufgebaut, damit die Notrufzentrale mit dem Autofahrer oder einem Mitfahrer direkt in mündlichen Kontakt treten und Hilfeleistungen besprechen kann – einen Rettungswagen oder Abschleppdienst zum Beispiel. Das eCall-System kann auch manuell per Knopfdruck ausgelöst werden, so dass zum Beispiel bei einem schwerverletzten und nicht mehr ansprechbaren Fahrer auch Unfallzeugen den Notruf auslösen können. Damit verbindet sich die Hoffnung, jedes Jahr mehrere tausend Menschenleben zu retten.

Wer in nächster Zeit kein neues Automodell kaufen, aber dennoch mit dieser zusätzlichen Sicherheitsausstattung an Bord fahren will, kann ein Notrufsystem nachrüsten. Zum Beispiel mit dem ÖSA Copiloten, einer kleinen Box in kaum mehr als Streichholzschachtelgröße, die man selbst problemlos auf die Fahrzeugbatterie kleben und verkabeln kann. Die Versicherungswirtschaft ÖSA bietet außerdem einen sogenannten Unfallstecker für den Zigarettenanzünder an.

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