#nachgehakt Was bringt eine private Unfallversicherung?

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet vor allem Schutz im Arbeitsleben. Verletzen Sie sich während Ihrer Arbeitszeit, so werden Schäden in der Regel durch die gesetzliche Absicherung kompensiert. Doch was passiert, wenn Sie sich in der Freizeit, beispielsweise beim Sport, verletzen? Bei solchen privaten Unfällen – und den damit verbundenen gesundheitlichen und finanziellen Schäden – greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Kann eine private Unfallversicherung die Lösung sein?

Im Gespräch mit unserem Versicherungsberater Max Grüning klären wir die Grundlagen.

 

Herr Grüning, eine gesetzliche Unfallversicherung tritt in der Regel bei Arbeitsunfällen sowie Unfällen auf dem Arbeitsweg in Kraft. Zu welchem Zeitpunkt greift eine private Unfallversicherung?

Eine private Unfallversicherung greift, sobald Sie sich selbst durch einen Unfall geschädigt haben und dadurch bleibende Schäden davon tragen, wie zum Beispiel einen Beinbruch. Man spricht dann von einem sogenannten „Invaliditätsgrad“. Im schlimmsten Fall kann ein Unfall natürlich auch eine Behinderung verursachen. In beiden Fällen können Sie aus Ihrer privaten Unfallversicherung geldliche Forderungen stellen.

 

Der von Ihnen angesprochene Beinbruch wird ja bekanntlich im Krankenhaus behandelt. Diese Behandlung kann immense Kosten mit sich bringen. Besteht im Fall eines Krankenhausbesuchs eine finanzielle Entlastung durch eine private Unfallversicherung?

Ja, die besteht. Wenn Sie für einige Tage im Krankenhaus stationiert sind, sichert Sie das sogenannte „Krankenhaustagegeld“ ab. Dieses Tagesgeld wird bei Vertragsabschluss individuell vereinbart und letztendlich über die private Unfallversicherung ausgezahlt, sodass Sie somit gegen die Kosten eines Krankenhausbesuchs abgesichert sind.

 

Gehen wir mal von einem Hobbyfußballer aus, der in einem Sportverein aktiv ist und sich während eines Spiels verletzt. Greift eine private Unfallversicherung denn auch bei solchen freizeitlichen Sportunfällen?

Das tut sie. Allerdings muss man unterscheiden: Als Vereinssportler ist man grundlegend über die Vereinsunfallversicherung mitversichert. Im Rahmen der eigenen finanziellen Möglichkeiten ist es allerdings immer ratsam, zusätzlich eine private Unfallversicherung zu haben. Nicht jeder betreibt ja Sport im Verein.

 

Das stimmt. Aber kann man denn bei einer Verletzung, die aus einem Foul resultiert, schon von einem Unfall sprechen?

Ein Unfallschaden muss immer von außen, plötzlich und unfreiwillig passiert sein. Im Falle des Fouls ist es das. Jemand hat unfreiwillig, plötzlich und von Außen, durch den fremden Körper, einen Einfluss auf meinen Körper genommen, was zu einer Verletzung geführt hat. Der Unfallbegriff ist somit erfüllt.

 

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(Foto: © Oleg Breslavtsev – stock.adobe.com)