Mit dem „Grünen“ ins Grüne

17 Grad Celsius im Februar! Natürlich kann uns der März nochmal mit Schnee und Winterwetter eiskalt überraschen. Aber viele Mopedfahrer fiebern bei den gegenwärtigen Frühlingstemperaturen schon der ersten Fahrt ins Grüne entgegen. Vor dem Start muss unbedingt „das Grüne“ ran. Wer Moped, Mofa, Roller oder E-Bike fährt, braucht ab 1. März das neue grüne Versicherungskennzeichen. Es gilt wieder für ein Jahr und ersetzt das bisherige blaue. Das Mopedkennzeichnen gibt’s in jeder Versicherungsagentur und Sparkasse, es kann aber auch online mit PC oder Smartphone auf der ÖSA-Website bestellt und bezahlt werden. Die Lieferung ist kostenfrei.

Anders als Pkw müssen Mopeds und Mofas nicht bei einer Zulassungsstelle angemeldet werden. Eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen reichen. Dessen  Farbe wechselt jährlich zwischen schwarz, blau und grün, Wechseltermin ist der letzte Tag im Februar. Die Kennzeichenpflicht gilt für alle Kleinkrafträder mit maximalem Hubraum bis 50 Kubikzentimeter oder bis zu 4 kW Motorleistung sowie für E-Bikes ab 26 km/h, für leichte Quads und motorisierte Krankenfahrstühle.

Wer dieses Jahr nicht rechtzeitig „grün“ wird, verliert den gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtschutz. Und das kann teuer werden. Denn er muss dann bei einem selbst verusachten Unfall  für den Schaden des Unfallgegners aus der eigenen Tasche zahlen. Und zwar in unbegrenzter Höhe. Kommt womöglich ein Mensch dauerhaft zu Schaden, können die Schadenersatzforderungen ruinös werden. Zudem macht man sich strafbar, wenn man ohne die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung auf offener Straße fährt. Es droht eine Geldstrafe.

Weil die Haftpflicht nur für den geschädigten Unfallgegner einspringt, empfiehlt sich ergänzend eine Teilkaskoversicherung für Schäden am eigenen Fahrzeug.  Sie schützt das Zweirad bei Unwetterschäden und Feuer, bei Kurzschluss durch Tierbiss oder einem zerbrochenen Spiegel. Natürlich ebenfalls bei Diebstahl, auch von einzelnen Fahrzeugteilen. Und wer ganz auf Nummer sicher gehen will, schließt wegen des Sturzrisikos und der Verletzungsgefahr außerdem eine private Unfallversicherung ab. Die gesetzliche bezahlt nur bei Unfällen auf dem Arbeitsweg.

Übrigens werden Kleinkrafträder im Vergleich zu anderen Fahrzeugen deutlich häufiger gestohlen: Laut GDV wurden im Jahr 2017 von 1000 Mofas und Mopeds 8,5 geklaut, bei Pkw lag die Diebstahlquote hingegen bei nur 0,5 Prozent.

Foto: Andreas Illies