Mehr Beitrag für Pflege, weniger für Arbeitslosenversicherung

Die Beitragssätze zur gesetzlichen Pflegeversicherung sind mit Jahresbeginn 2019 um einen halben Prozentpunkt auf 3,05 Prozent gestiegen, für Kinderlose auf 3,3 Prozent. Das wird mit der wachsenden Zahl von Leistungsempfängern begründet, außerdem hat der Gesetzgeber in den Vorjahren die Pflegeleistungen verbessert. Zum Beispiel bekommen Demenzkranke seit 2017 schneller eine Pflegestufe. Die Veränderungen bedeuten Mehrausgaben, die jetzt in die Beiträge einkalkuliert werden. Für den einzelnen Arbeitnehmer wird der höhere Pflegebeitrag durch eine ebenfalls um ein halbes Prozent verringerte Arbeitslosenversicherung aufgehoben. Insgesamt bleibt es bei Sozialversicherungsbeiträgen von 38,75 Prozent, für Kinderlose kommen 0,25 Prozent für die Pflegeversicherung hinzu.

Entlastet werden Arbeitnehmer vom Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen. Den muss zur Hälfte wieder der Arbeitgeber übernehmen. Im vergangenen Jahr betrug der Zusatzbeitrag im Durchschnitt aller Krankenkassen 1,0 Prozent, maximal dürfen 1,7 Prozent verlangt werden.