Das schlug ein! Hauseigentümer im Salzlandkreis mit größten Unwetterschäden

Es ist ein Ranking, bei dem eigentlich keiner ganz oben stehen möchte: in der Häufigkeit der Schäden infolge von Unwettern. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat dazu eine Langzeitbilanz der am stärksten betroffenen Gebiete im Zeitraum 2002 bis 2016 veröffentlicht. „Spitzenreiter“ sind Regionen in Bayern und Sachsen.

Bewertet wurden die durchschnittlichen Schäden an Gebäuden infolge extremer Unwetter. Der deutschlandweite Mittelwert liegt bei 1.600 Euro. Schaut man nur auf Sachsen-Anhalt, steht der Salzlandkreis auf Platz Eins. Dort beträgt der durchschnittliche Gebäudeschaden über 15 Jahre 5.794 Euro. Etwas weniger, 5.577 Euro, waren es im Landkreis Anhalt-Bitterfeld (vor allem infolge des Hagelsturms „Frank“ im Jahr 2011), gefolgt von Magdeburg mit 3.900 Euro. Auffällig, aber erklärbar, die Unterschiede in der Altmark: Während im Landkreis Stendal, wo 2013 das Elbehochwasser immense Schäden anrichtete, der Durchschnittsschaden pro Gebäude über 15 Jahre bei 3.833 Euro liegt, kamen die Bewohner des Altmarkkreises Salzwedel mit im Schnitt 1.100 Euro noch relativ glimpflich davon.

Praktisch blieb aber über die vergangenen Jahre keine Region in Sachsen-Anhalt ohne größere Unwetterschäden. Dazu gehören neben Sturm und Hagel eben auch Überflutung infolge Starkregen, Erdrutsche wie im Mansfelder Land und Schneedruck. Der noch immer geringe Versicherungsschutz von Sachsen-Anhalts Hauseigentümern gegen die Elementargewalten – nur 43 Prozent sind gegen Naturgefahren versichert – steht im krassen Widerspruch zu den Gefahren aus der Natur.

Die interaktive Karte des GDV zur Langzeitschadenbilanz kann auf der ÖSA-Website eingesehen werden.