Achtung, Freitag der Dreizehnte

Natürlich sind wir alle aufgeklärt und glauben auch nicht mehr wie die ganz kleinen Kinder an den Weihnachtsmann. Aber mit manchen Zahlen tun wir uns schwer. Erst kürzlich war ich in einem netten Hotel, in dem es kein Zimmer mit der Nummer 13 gab. Neben der 12  kam gleich die 14. Bei Zimmernummer 13 fürchten manche Leute, dass ein Unglück drin wohnt, erklärte mir die junge (!) Hotelchefin.

Steht die Zahl 13 (auch genannt „das Teufelsdutzend“) schon unter bösem Verdacht, so ist die Kombination mit einem Freitag der worst case. Religiöse Ursachen lassen sich durchaus finden: An einem Freitag starb Jesus am Kreuz, und Judas war der dreizehnte Gast des letzten Abendmahls. Der sehr weltliche Börsencrash 1929, bekannt als ‚Schwarzer Freitag‘ wird ebenfalls auf einen Freitag, den 13. Mai, datiert.

Ein bisschen Mathematik gefällig? Einen Freitag, den 13., gibt es in jedem Jahr mindestens einmal und höchstens viermal. Der längste mögliche Abstand zwischen zwei solchen Freitagen an Monatsdreizehnten beträgt 61 Wochen. Das ist in diesem Jahr der Fall: Nach Freitag, dem 13. Juli 2018, wird sich diese Kombination erst im September 2019 wiederholen.

Dass an dem vermeintlichen Unglückstag mehr Unfälle passieren, können die Versicherer übrigens widerlegen. Statistisch gibt es sogar weniger Verkehrsunfälle – vielleicht weil einige Autofahrer aus Aberglaube lieber zuhause bleiben. An „normalen“ Freitagen ist es allerdings tatsächlich gefährlicher auf der Straße als an anderen Wochentagen. Es gibt mehr Verkehrsunfälle, weil die Straßen wegen vieler Wochenend-Berufspendler und Ferienstarter besonders voll sind.

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