120 Sekunden zum Überleben

Rauchmelder (3)Ausgerechnet an einem vermeintlichen Unglückstag, immer an einem Freitag, dem 13., findet der jährliche bundesweite Rauchmeldertag statt. In diesem Jahr ist es Freitag, der 13. September. Mit dem bedrohlich klingenden Motto „120 Sekunden, um zu überleben!“ wird eine weitere Kampagne für die Leben rettenden Rauchmelder gestartet. In Sachsen-Anhalt sind sie inzwischen Pflichtausstattung in jeder Wohnung, vor allem in Schlaf- und Kinderzimmern sowie im Flur müssen sie installiert sein.

In einer Pressemitteilung der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ erklärt der Vorsitzende Christian Rudolph: „Die meisten Menschen wissen nicht, wie man im Brandfall richtig reagiert und bringen ihr Leben in Gefahr. Schließlich bleiben nur rund 120 Sekunden Zeit, sich in Sicherheit zu bringen, wenn es brennt und der Rauchmelder alarmiert.“

In Deutschland brennt es jährlich etwa 200.000 Mal. Jeden Monat fallen mehr als 30 Menschen Wohnungsbränden zum Opfer. Das Gefährliche bei einem Feuer ist der giftige Brandrauch. Schon drei Atemzüge können tödlich sein. Wer schläft, bemerkt den Rauch nicht – aber der laut piepende Rauchmelder weckt auch aus dem tiefsten Schlaf. Am meisten gefährdet sind natürlich Kinder. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Heyrothsberge bei Magdeburg hatten deshalb schon vor einigen Jahren, bevor Rauchmelder zur Pflicht wurden, die Idee, den Eltern jedes neugeborenen Ortsbewohners einen solchen kleinen „Lebensretter“ für das Kinderzimmer zu schenken. Als Partner wurden die ÖSA Versicherungen gewonnen, die das Gerät finanzieren. Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren in fachlichen und sozialen Belangen wie auch bei der Schadenverhütung liegt im „Erbgut“ des öffentlichen Versicherers und ist in der ÖSA-Satzung verankert. Und die „Neugeborenen-Aktion“ der Heyrothsberger ist eine pfiffige Idee, die besonders gern unterstützt wird.

Auch ältere Menschen sind bei einem Wohnungsbrand besonders gefährdet, wenn sie nicht mehr so schnell reagieren oder das Bett ohne Hilfe nicht schnell genug verlassen können. Wohnen sie in der eigenen Immobilie, sind sie mit der Installation und Pflege der Rauchmelder möglicherweise körperlich überfordert. Hier sollten sich die Angehörigen kümmern und helfen.

Zum diesjährigen Rauchmeldertag startet ein Wettbewerb für Schüler der 7.-10. Klassen. Er soll helfen, das richtige Verhalten im Brandfall zu erlernen und kreativ weiter zu vermitteln. Auf der Webseite 120sek.de finden Lehrer, Schüler und Feuerwehren alle Informationen zum Wettbewerb, dem Preisgeld vom 5.000 Euro sowie Arbeitsmaterialien. Die Schirmherrschaft hat der Verband öffentlicher Versicherer übernommen.